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Hufrehe - Laminitis - organische Rehabilitation der Huflederhautentzündung

Hufrehe beim Pferd ( Laminitis ) - ein Schreckgespenst für jeden Pferdehalter

In unserem Huftherapie- und Trainingszentrum für Pferde werden permanent und seit vielen Jahren schwere und zumeist konventionell austherapierte und von Hufrehe betroffene Pferde mit größtem Erfolg behandelt. Hier ein Beispiel einer Hufbehandlung mit offenem Hufbeindurchbruch, die nach anderen als konventionellen Kriterien behandelt wurde.

Behandlung von Hufrehe - konventionell

In der Regel geht man bei den meisten Hufrehediagnosen von einer sogenannten toxischen bzw. futterbedingten Hufrehe aus. Gerade, wenn man sich als Pferdehalter in der Situation einer akuten Hufrehe befindet, steht man sich unter Stress - hierzu kommt häufig noch ein enormer von Aussen gesteuerter Handlungsdruck, denn die anderen Pferdehalter am Stall glauben oftmals alles besser zu wissen und mischen sich in Dinge ein, die sie nichts angehen. In den einschlägigen Hufreheforen bzw. Foren über Hufrehe versucht man meistens auch vergeblich nach echten alternativen Kenntnissen. Es werden unzählige Geschichten, zumeist unvollständig beschrieben und dazu noch die vielen häufig nicht zielführenden Versuche der Behandlung durch Symptom-Ausschaltung. Auch der Tierarzt macht ggf. Druck seinen Behandlungsvorschlägen zu folgen. So werden die Hufrehepferde dann mit einem speziellen Beschlag versehen, der die Pferde im Trachtenbereich höherstellt, auch werden Pferde eingegipst und zusätzlich wird sogenannte Boxenruhe verordnet. Zusätzlich wird bei Hufrehe in der Regel die Zehenwand weit über die weiße Linie hinaus zurückgekürzt. Darüber hinaus wird das Futter maximal reduziert - in manchen Fällen bekommen die Pferde nur noch ein paar Strohhalme.

Das können wir aus unserer Sichtweise keineswegs so bestätigen. Ganz im Gegenteil ist durch wissenschaftliche Veröffentlichungen jüngst belegt, dass bei der Erhöhung der Trachten eine unvorteilhafte Überlastung der entzündeten Aufhängung des Hufbeins in der Zehe verursacht und hierdurch die Warscheinlichkeit eines Hufbeindurchbruchs eher steigt. Unsere sehr genau dokumentierte, praktische Erfahrung in der Behandlung von Hufbeindurchbrüchen völlig ohne Hufeisen zeigt hingegen ausschließlilch Vorteile einer Kürzung  von Trachten und Eckstreben auf das physiologische Mass. Natürlich wird hier eine auf den Millimeter genau abgestimmte Strategie der Biomechanik verfolgt, die dann zum Erfolg führt, wenn der Stoffwechselzustand des Pferdes dies erlaubt.

 

Hufrehe-Notfall?

Hufanalyse bietet schnellste Hilfe und hilft Ihnen dabei bessere Entscheidung zu fällen. Wir erweitern mit dieser Analyse die Aspekte und erklären Ihnen welche Ursache unserer Meinung nach zu Grunde liegt. Sie können Fotos und vorhandene Röntgenbilder schicken. Für eine Pauschale von 80,- Euro bekommen Sie eine umfassende Erklärung der Sachlage aus Sicht eines seit 2003 erfolgreich Hufrehepferde behandelnden Spezialisten.  (Chris Gehrmann ist Inhaber der www.hufklinik-eifel.de; Direktor des E.I.P.P. Europäisches Institut für Pferdephysiologie GmbH sowie Vorsitzender des Berufsverbandes der Hufheilpraktiker VdHp und regelmäßiger Gastdozent an der Universität Göttingen)

Wie wird Hufrehe klassisch diagnostiziert?

9-jährige Araberstute - Das Pferd sollte lt. anderer Fachleute erlöst werden. Jeweils sieht man die Ausgangszustände (Hufbeindurchbruch vorne links) und darunter die Entwicklung nach 4 Monaten. Das Pferd konnte bereits nach 5 Monaten wieder leicht geritten werden

Bei einer akuten Hufrehe wird zunächst auf die sägebockartige Stellung der Pferde geachtet. Stehen die Vorderbeine weit vor, will das Pferd die Zehe entlasten - hinten stellt sich das Rehepferd weit unter den Körper, um Gewicht von den Vorderbeinen zu nehmen.

Bei leichteren Rehefällen wird aber schon bei einer engen Wendung klar, dass das Pferd aktuell eine Hufrehe hat. In diesem Fall stellt sich das Pferd vor der Drehung auf die hinteren Gliedmaßen und kompensiert so die Unfähigkeit sich schmerzfrei über die vorderen Gliedmaßen zu drehen.

Hinzu kommen nun noch Röntgenaufnahmen, die das Hufbein seitlich betrachten lassen. Hier wird darauf geachtet, ob die Zehenkontur des Hufbeines parallel zur Kontur Zehenkontur der Hornkapsel liegt.

Leider wird bei diesen Diagnosen mehr als selten auf die Lage des Hufbeins geschaut, denn auch, wenn keine Ablösung (Separation) des Hufbeins von der hornigen Zehenwand besteht, ist hier die Aufhängung des Knochens in ca. 98% aller Fälle stark überlastet.

Unterscheidung von toxischer und mechanischer Hufrehe:

Bei einer Vergiftungsrehe (toxische Hufrehe) ist es so, dass diese IMMER auf allen 4 Hufen stattfinden muss. Denn in solchen Fällen ist das ganze System des Pferdes betroffen, denn es gibt keine Vorderhuftoxine oder kennen Sie diese? Wenn ein Pferd also nur an den Vorderhufen betroffen ist, liegt unseres Erachtens mit höchster Warscheinlichkeit eine mechanisch bedingte Hufrehe vor! Warum also in solchen Fällen das Pferd auf extremen Futterentzug bringen, wenn die Ursache für die Hufrehe mechanischen Ursprungs ist? Ganz im Gegenteil werden durch diesen häufig ganz drastisch durchgeführten Futterentzug die Mikroben im Darm angegriffen und können u. Umständen absterben - das Leichengift dieser Mikroben kann sodann im Organismus des Pferdes eine Intoxikation auslösen und schon haben wir wieder eine Futter- bzw. Vergiftungshufrehe. Das alles muss nicht sein!

Was ist eigentlich eine Hufrehe ?

Als Hufrehe bezeichnet man eine Entzündung der Huflederhaut. Nicht mehr und nicht weniger. Ist also das Spezialgewebe, welches im Bereich der Seitenwände des Hufbeins für die Aufhängung des Pferdegewichtes in der Hornkapsel sorgt überlastet, dann folgt als Reparaturversuch eine Entzündung, denn diese bedeutet zunächst lokal erhöhter Stoffwechsel, um das Gewebe zu regenerieren. Es macht also Sinn die Ursache für diese Entzündung zu verstehen, um dem Pferd anschließend durch die Behandlung helfen zu können.

Wundern Sie sich doch mal mit uns

Wie kann es sein, dass ein Pferd mit toxischer Hufrehe nur an den vorderen Hufen eine Hufrehe hat? Können Sie sich vorstellen, dass Giftstoffe sich gezielt auf die Vorderbeine stürzen um diese zu attackieren?

Wenn Sie eine Huflederhaut gesehen haben, dann wissen Sie, dass die Lamellenstruktur, die das Hufbein umgibt und die über die weiße Linie das Hufbein (den untersten Knochen im Huf) aufhängt bei einer Steilstellung des Hufbeins völlig überlastet wird. Gleichermaßen werden bei einem steilstehenden Hufbein die Blutgefäße gleich an mehreren Stellen abgeklemmt. Das Pferd halbiert nicht selten seinen kompletten Stoffwechsel - aber mechanisch  und nicht durch toxische Angriffe.

Auch ein Hufbeindurchbruch ist nicht zwingend das Aus für ein Pferdeleben

Am Ende einer starken Hufrehe mit Ablösung des Hufbeins bzw. bei Hufbeinsenkung kommt es häufig zum Durchbruch des Knochens durch die Sohle. Hufbeindurchbrüche und beinahe Hufbeindurchbrüche konnten in unserem Huftherapie- und Trainingszentrum für Pferde schon häufig mit Erfolg behandelt werden und die Pferde können in der Regel wieder geritten werden. Das hängt vom Zustand der Struktur des Hufbeins selbst sowie vom aktuellen Stoffwechsel des Pferdes ab und Ersteres kann durch Röntgenaufnahmen recht gut abgeschätzt werden. Und ob Sie es glauben oder nicht - diese Pferde müssen sich nach der Beseitigung der Ursachen viel bewegen und bekommen Heu zur freien Verfügung sowie täglich eine ausreichende Menge Hafer, Salz und Kräuter. Das natürlich unter sozialen Bedingungen d.h. in der Herde.

Glauben Sie wirklich, dass ein Pferd, welches insbesondere um das Hufbein herum extrem viel Durchblutung habem muß um das Gewebe zu nähren - wirklich gesund werden kann, wenn es unnötig zu wenig Heu in Menge und Qualität zu fressen bekommt? Der Darm eines Pferdes hat die Länge von ca. 16 Metern und der Magen ist sehr klein. Das Pferd MUSS ca. 16 h fressen, um seine Darmflora zu versorgen. Wenn das nicht geschieht kann zusätzlich zur auslösenden mechanischen Hufrehe noch eine toxische Hufrehe entstehen, da die absterbenden Mikroorganismen im Darm eine Art Leichengift produzieren, die wiederum Hufrehe erzeugt.

Glauben Sie, dass ein Huf, der starr und unbeweglich gestellt wird - der sich aber normaler Weise bewegen müßte, um das Blut umzutreiben, eine erhöhte Chance hat gesund zu werden? Schmerzmittel sind bei chronischer Hufrehe kontraindiziert - das bedeutet im Klartext, dass eine Gabe von mehr als 4 Tagen in der Lektüre für Tierärzte zu irreversiblen Zellschäden führen soll. Insbesondere werden jedoch durch diese Schmerzmittel auch Leber und Nieren massiv geschädigt und natürlich die Reparatur des gestörten und überdehnten Gewebes extrem am Heilungsprozess gehindert. Weiterhin kommt dazu, dass Hufrehepferde durch die Gabe von Schmerzmittel den Schmerz symptomatisch ausgeschaletet bekommen. Sie spüren also nicht mehr wann eine Überlastung nicht gut ist für den Körper und überlasten sich erneut, was den Zustand nach Abklingen der Schmerzmittelwirkung weiter degeneriert. 

Neue wissenschaftliche Studie über Hufrehe bei Pferden

Unser Freund in New Zealand - Dr. Glenn Ramsey, konnte in einer 5-jährigen Studie zum Thema Behandlung bzw. Therapie von Hufrehe, die er als Promotion in Biomechanik anfertigte - ganz deutlich begründen, warum das Hochstellen von Trachten als Option zur Behandlung von Hufrehe nicht unbedingt günstig ist, wenn das Pferd an Hufrehe leidet. Damit bestätigt er wissenschaftlich die These, die auch wir vertreten - nämlich die, dass das Hufbein nahe an der Bodenparallelität sein sollte; um die Ursachen für Hufrehe zu erkennen und schließlich nicht die Symptome von Hufrehe sonderen deren Ursache zu behandeln. Wenn Sie den nur in englischer Sprache zur Verfügung stehenden Text lesen können wird das interessant sein - Klicken Sie hier! 

Spezialkurs - Hufrehe (Der E.I.P.P.-Intensiv-Hufkurs ist auch der Kurs über Hufrehe): 

Der Intensiv Hufkurs beinhaltet einen allgemeinen Teil, der es auch dem Laien ermöglicht sich in der Anatomie zurecht zu finden und die gesunde Funktionsweise von Hufe zu verstehen. Mit dieser Vorbereitung gehen wir im Seminar dann auch die Auslöser von Hufrehe bzw. Laminitis in allen Facetten ein. Weiterhin werden sehr erfolgreiche Wege aufgezeigt, wie diese Problematik Hufrehe am Pferd behandelt werden kann. Es werden auch einige Beispiele aufgezeigt, wie Hufrehe in diversen Ausprägungen  (akute und chronische Hufrehe, Hufbeinabsenkung, Hufbeindurchbruch, toxische und mechanische Hufrehe) auftritt und behandelt werden kann.

Der Hufkurs ist daher ganz und gar auch als "Hufreheseminar" zu bezeichnen, weil hier ganz intensiv und dennoch leicht verständlich komplexe Sachverhalte zum Thema Hufrehe vermittelt werden. Völlig anders als die allgemeinen Standardantworten zu diesem Thema wird die URSACHE für die Symptome genannt. Basierend hierauf leuchtet es ein die Problematik anders anzugehen als dies konventionell vorgegeben wird.

Gleichermaßen dient der Hufkurs als präventive Massnahme, um die meisten Ursachen für Hufrehe erfolgreich vermeiden zu können.

Stimmen von Teilnehmern unserer Hufkurse und Hufseminare finden Sie hier!

Wenn Sie sich ein eigenes Bild von den Ergebnissen unserer Arbeit machen wollen können Sie sich auch gerne einen Teil unserer Fallstudien ansehen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte per Mail an:

info@equine-institut.com oder telefonisch an: 0 65 57 - 90 19 51 0

Geschenkidee - Know-how   ->   Schenken Sie doch mal Know-how; zum Geburtstag oder zu anderen Anlässen - kommt garantiert gut an! Sie erhalten von uns einen gestalteten Kursgutschein!

Informationen über Hufrollenerkrankungen finden Sie unter: www.hufrolle-podotrochlose.de

Text: Copyright Chris Gehrmann / 10 - 2011